GGTM e.V.

Organotherapie

Jörg-Karsten Bauch – 26.01.2011

Allgemein

Organotherapie in der Tiermedizin ist eine überwiegend organothrope, d.h. organ- oder organsystemspezifische Therapie. Dafür werden je nach Verfahren speziell aufbereitete und/oder nach homöopathischen Prinzipien potenzierte Organpräparate von Rindern oder Schweinen als Fertigarzneimittel verwendet.

Die Organotherapie ist nicht zu verwechseln mit der sog. „Frischzelltherapie“ oder der Therapie mit Trockenzellen. Sie ist keine stoffliche, sondern eine Informationstherapie. Während die in der Veterinärmedizin nur selten angewandte Frischzelltherapie nach wie vor erlaubt ist, sind Trockenzellpräparate seit einigen Jahren verboten.

Therapieverfahren

Ziel der Anwendung von Organpräparaten ist vorwiegend die Regeneration von Organen oder Organfunktionen durch Anregung von Stoffwechselvorgängen im Zielorgan. Darüber hinaus werden Organpräparate auch eingesetzt, um überschießende Entzündungsreaktionen zu dämpfen oder um die Wirkung anderer Wirkstoffe auf das Zielorgan zu fokussieren.

Organotherapeuthika werden angeboten als:

- Zubereitungen einzelner Organe oder eine Kombination mehrer Organe – Zubereitungen von Organen in Kombination mit potenzierten mineralischen, pflanzlichen oder anderen tierischen Wirkstoffen.

Durch die jeweilige Art der Aufbereitung wird sichergestellt, dass allergische Reaktionen auf das injizierte Fremdeiweiß minimiert sind.

Die Verhinderung der Übertragung von Infektionserregern wird durch die Auswahl der Spendertiere sowie durch den Herstellungsprozess gewährleistet.

Wo ist der Einsatz der Organotherapie sinnvoll?

Generell ist der Einsatz sinnvoll bei allen degenerativen Organerkrankungen. Wenn ein Organ oder ein Organsystem aufgrund der unterschiedlichsten Noxen (z.B. Verletzungen, Infektionen, Vergiftungen) geschädigt ist oder z.T. altersbedingt oder nach organotropen (nur ein bestimmtes Organ betreffende) Infektionen zur Degeneration neigt, regt die Organotherapie den Körper zur Regenerierung und Unterstützung der entsprechenden Zielorgane an.

Hierzu zählen Erkrankungen einzelner Organe wie z.B. Gelenke. Leber, Niere oder von Organsystemen wie z.B. Zentrales Nerven System, Verdauungsapparat, Atmungsapparat oder des ganzen Individuums wie z.B. in der Gariartrie (Lehre vom alternden Individuum, bei dem degenerative Erkrankungen mit zunehmendem Alter vermehrt auftreten).

Konkret sind hier zu nennen:

Arthrosen, Bänder- und Sehnenschäden, Wirbelsäulenprobleme, Bandscheibenvorfälle, Nervenlähmungen, degenerative Erkrankungen des Zentralen Nerven Systems und Sinnesorganen v.a. aus dem geriatrischen Formenkreis, immunologische Störungen und Autoimmunerkrankungen, Muskelschäden, Herzmuskelschäden, Bronchial- und Lungenschäden infolge von Infektionskrankheiten und Parasitosen, Leber- Nieren- Milz- und Pankreasdysfunktionen bedingt durch verschiedene Ursachen, Folgen von Hauterkrankungen, die eine Regeneration der Haut erfordern.

Wie wird die Organotherapie praktisch angewendet?

Nach gründlicher Untersuchung und folgender Diagnosestellung werden im Allgemeinen mehrere, meistens 5 – 6 Injektionen im Abstand von jeweils 2 (- 3) Tagen verabreicht. Je nach Therapiesystem werden zusätzliche andere Präparate derselben Injektion zugefügt.

Bei Ansprechen der Therapie werden die Injektionsintervalle immer weiter vergrößert. Dabei kann es in seltenen Fällen zu einer anfänglichen Erstreaktion, d.h. einer vorübergehenden Verstärkung der Symptomatik kommen.

Bei vielen Erkrankungen kann die Therapie nach Ausheilung bzw. nach Erreichen eines befriedigenden Gesundheitszustandes beendet werden. In besonders chronischen Fällen kann jedoch eine lebenslange Therapie erforderlich sein.

Die Ergebnisse einer solchen Therapie sind häufig ganz erstaunlich und in ihrer Art auf manchen Gebieten mit anderen Methoden nur schwer zu erreichen.

Eine Kombination von Organotherapie mit anderen Therapieverfahren wie z.B. physikalischen Therapiemethoden, etwa der Bioresonanztherapie, bringt häufig eine weitere Verbesserung der ohnehin schon sehr guten Behandlungsergebnisse.

Auch die Verbindung mit Akupunktur, nämlich die Injektion in die für die Erkrankung zuständigen Akupunkturpunkte, ergibt oft eine deutliche Verbesserung der Wirkung der Therapie.

Bei einigen Erkrankungen kann die Zufütterung geeigneter Substanzen, die durch die Organotherapie induzierte Regeneration des entsprechenden Organes gezielt unterstützen : z.B. bei Arthrosen die Zufütterung von Glucosaminoglykan-, Muschelkalk- , Teufelskralle- und/oder Boswelia-Präparaten.

In diesen Fällen gibt die Organotherapie dem Körper die Information, das Organ zu regenerieren, die Zufütterung liefert das benötigte Material dazu.